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Warum zwei Männer eine Fitness-App für Mütter bauen


Manuel Perez Prada und Stephan Hofmann haben Mommymove gegründet.

Das Startup von Manuel Perez Prada und Stephan Hofmann hat eine spitze Zielgruppe: Mütter wenige Wochen nach der Geburt. Ihre App Mommymove stellt Videos von Sportübungen zur Verfügung, die Frauen bei der Schwangerschaftsrückbildung unterstützen sollen. 

2017 wurde das Startup von Perez Prada, seiner Mutter Eva-Maria Perez Prada und Hofmann in der Nähe von Würzburg gegründet. Eva-Maria Perez Prada kümmert sich um die Buchhaltung, die beiden Mitgründer leiten das Geschäft. Im März 2018 wurde die App veröffentlicht. Über 25.000 Nutzer seien bei Mommymove registriert, so Perez Prada im Gespräch mit Gründerszene. Um die App nutzen zu können, ist der Abschluss eines Abos nötig. Pro Monat nimmt das Startup 6,66 Euro, ein „lebenslanger Zugang“ kostet einmalig rund 160 Euro. Wie viel das bayerische Startup umsetzt, will der CEO nicht sagen.

„Wir lassen nicht jede in die App rein“

Melden sich Mütter bei der App an, müssen sie Informationen über ihr Fitnesslevel angeben, ob sie stillen und wann der Tag der Geburt war. „Wir lassen nicht jede, die die App nutzen will, auch in die App rein“, so Perez Prada. Die Rückbildungsgymnastik sei erst ab acht Wochen nach der Geburt möglich, da der Beckenboden verheilt sein muss.

Die App sammelt während des Trainings Daten – etwa darüber, ob die Nutzerin Übungen pausiert oder abbricht – und erfragt, wie anstrengend das Workout war. Basierend darauf schlägt der Algorithmus persönliche Übungen vor. Rund jede dritte Kundin nutzt die App daher nicht nur zur Rückbildungs-Gymnastik, sondern auch darüber hinaus, erzählt Perez Prada.

Der Gründer ist selbst Vater von zwei Kleinkindern. Seine Frau habe nach den Schwangerschaften nicht immer Zeit gehabt, zu den Kursen zu fahren, sodass ihm die Idee zu Mommymove gekommen sei. Die App sei vor allem in städtischen Regionen gefragt, so der 35-Jährige. Das liege daran, dass die Kundinnen dort oftmals von der Familie weggezogen seien und nicht immer einen Babysitter hätten. Obendrein dauerten die Fahrten zu den Sportkursen länger, weshalb dafür mehr Zeit eingeplant werden müsse. 

Bislang hat sich das Startup komplett eigenfinanziert. Perez Prada ist Produktdesigner und baute zuvor eine eigene Agentur auf. Mommymove-CTO Hofmann war Angestellter bei Perez Prada. 


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Bild: Mommymove

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